Heute fahre ich um 07:00 ab. Ich habe viel vor, denn ich will ein Stück über das IJsselmeer zum Markermeer und von dort zum Kettelmeer.
Ich habe gestern den Vermieter (Meneer Hospes) gefragt, ob ich mit diesem Boot das IJsselmeer befahren dürfe. Mit mässigem Enthusiasmus hat er eingewilligt, sofern die Windstärke nicht stärker als zwei sei.
Heute ist es etwa zwei und gemäss Prognose ist das vermutlich der einzige Tag während meiner Mietdauer der Stern, wo die Windstärke nur zwei ist.
Um möglichst schnell bei den Prinses Margrietsluizen bei Lemmer zu sein, nehme ich die Route über den gleichnamigen Kanal, den Prinses Margrietkanaal.
Letzte Aktualisierung:
18.05.2025 16:55
Kaum auf dem Prinses Margrietkanaal (schon vor 08:00) begegnet man wieder den grossen Frachtschiffen, die mich immer noch so faszinieren. Hier die Fidelity.
Und die Antigua (oder heisst das Antiglia?)
Hier bin ich vor den Prinses Margrietsluizen, die ins IJsselmeer führen.
Auf einer Leuchttafel steht, dass die Schleusen nicht bedient sind. Es kommen aber immer wieder Schiffe an (gross und klein), die wie ich zum Warten festmachen. Während der Wartezeit lese ich etwas nach, wann die Schleusen wohl wieder öffnen. Dabei lese ich, dass der Schleusen-Vorgang wegen der vielbefahrenen Strasse, die während der Schiffs-Passage gesperrt werden muss, etwas speditiv von statten gehen soll. Für Sportboote gelten ganz bestimmte Procedures, die ich zwar nachlesen kann, aber zum grossen Teil nicht verstehe (so gut ist mein Niederländisch leider nicht). Dabei steht auch, dass das Mitführen eines Marifoons (Schiffs-Funk-Gerät) auf dem IJsselmeer dringend empfohlen wird. Mit meiner notorischen Angst vor Radio-Communication, die wegen meines schlechten Gehörs in den letzten Jahren noch zugenommen hat, und der Tatsache, dass mittlerweile sehr viele Schiffe warten, wird mir das zu viel. Ich mache los und fahre wieder zurück, weg vom IJsselmeer (Projekt IJsselmeer-Markermeer-Kettelmeer gestorben).
Unter den jetzt wartenden Schiffen befindet sich auch die Amadeus Elegant.
Unter den jetzt wartenden Schiffen befindet sich auch die Amadeus Elegant.
Unter den jetzt wartenden Schiffen befindet sich auch die Amadeus Elegant.
Ich wusste gar nicht, dass die Suhre, die Aare und der Hochrhein mittlerweile für so grosse Kähne schiffbar sind 😀.
Ich fahre also ein Stück auf der gleichen Route zurück. Am Ende des Grutte Brekken biege ich Richtung Steuerbord ab (für mich einfach zu merken, denn mein Schiff hat das Steuer rechts). Im Tjeukelmeer gibt es eine grosse Insel mit sehr vielen Marrekrite-Liegeplätzen. Dort will ich übernachten.
Insel im Tjeukelmeer mit vielen Marrekrite-Liegeplätzen
Mein Liegeplatz für diese Nacht.
Jetzt noch etwas zu meinem Boot, der Stern.
Es handelt sich um eine Linssen-Jacht vom Typ Grand Sturdy 25.9. Soviel ich bis jetzt mitbekommen habe, ist Linssen eine sehr gefragte Marke unter den Jachten. Das Boot sieht auch ziemlich gut aus.
Der Zustand der Stern ist einwandfrei. Es funktioniert (fast) alles bestens.
Aber das Boot ist (mindestens für mich, allein reisenden Senior) nicht praktisch. Das Zelt im hinteren Teil gefällt mir nicht. Ich hätte lieber grosse Türen. Beim Ein- und Aussteigen muss ich mich immer durch die Öffnung des Zeltes quetschen. Gut, hinten (durch das kleine Türchen) kann man auch ein- und aussteigen, aber der Tritt ist so hoch, dass es für mich sehr mühsam ist.
Das hat für mich zur Konsequenz, dass ich praktisch nur rechts seitlich anlegen kann. Da ich aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht "jufle", käme ich auf der linken Seite immer zu spät.
Das Zelt verschliesst man mit Reissverschlüssen und Druckknöpfen und das ist mühsam und unpraktisch.
Auch der Innenraum ist nicht praktisch. Um ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen, muss ich mich fast auf den Boden legen. Ich denke, in den nächsten Tagen werde ich den Kühlschrank einfach ganz mit Bier füllen, dann wird es einfacher 😅.
Die heutige Route