Ostersamstag, 20.04.2019 - Mit dem Zug nach Laroche-Migennes
und 1. Etappe Migennes - Saint-Florentin
Ostersonntag, 21.04.2019 - 2. Etappe Saint-Florentin - Chassignelles
Ostermontag, 22.04.2019 - 3. Etappe Chassignelles - Montbard - Pouilly-en-Auxois
Dienstag, 23.04.2019 - 4. Etappe Pouilly-en-Auxois - Dijon - Dole
Mittwoch, 24.04.2019 - Vorzeitige Rückfahrt mit der Bahn ab Dole
Mittwoch, 17.07.2019 - Reise nach Dole zur Fortsetzung der Tour
Donnerstag, 18.07.2019 - 5. Etappe Dole - Besançon
Freitag, 19.07.2019 - 6. Etappe Besançon - Montbéliard
Samstag, 20.07.2019 - 7. Etappe Montbéliard - Mulhouse - Basel
Diesmal bin ich nicht allein unterwegs. Meine Begleiterin heisst Annette. Sie ist eine Chor-Kollegin von der kantorei pro musica. Seit letztem Sommer machen wir oft und gerne gemeinsame E-Bike-Touren.
Die Reise von Aarau, bzw. Zofingen nach Laroche-Migennes führt uns über Olten, Basel, Mulhouse, Culmont-Chalindrey und Dijon. Die Bahnfahrt ist lang, aber es klappt ausgezeichnet. Die Züge fahren alle pünktlich und wir haben in den Zügen immer genug Platz für uns und für die Velos.
Im Zug zwischen Dijon und Laroche-Migennes
Nach der Ankunft in Migennes fahren wir zuerst einen Kilometer nach Westen, an die Stelle wo der Canal-de-Bourgogne an die Yonne mündet. Das ist das westliche Ende des Kanals. Von hier wollen wir alles dem Canal-de-Bourgogne entlang bis an sein östliches Ende in Saint-Jean-de-Losne.
Canal-de-Bourgogne in Migennes
In Migennes, gerade gegenüber des Bahnhofs, stärken wir uns noch in einem Café, bevor die erste Etappe beginnt.
Da wir ja wegen der Anreise erst am Nachmittag abfahren können, machen wir heute nur eine Kurz-Etappe nach Saint-Florentin. Diese misst 23 km.
Kirche von Saint-Florentin in der Abendsonne
Hôtel Vieille France für die erste Übernachtung
Die heutige Etappe führt immer direkt dem Kanal entlang. Die Distanz beträgt 68 km.
In Tonnerre, nach etwa der halben Strecke, machen wir einen kurzen Halt.
Fosse Dionne in Tonnerre
Am Ziel in Chassignelles müssen wir noch eine Weile warten, bis das Hotel öffnet.
Das Hôtel de l'Ecluse 79 wird uns diese Nacht beherbergen.
Heute fahren wir weiter dem Canal de Bourgogne entlang Richtung Süd-Osten. Heute ist es etwas weiter (84 km).
Eingang zum Scheiteltunnel (3'333 Meter)
Unser Hotel in Pouilly-en-Auxois heisst Hôtel du Commerce
Das Städtchen Pouilly-en-Auxois liegt über dem Scheiteltunnel des Kanals an dessen nord-westlichem Ende. Mit dem Velo müssen wir über dem Kanaltunnel den Hügel überqueren. Da der Kanal hier seinen höchsten Punkt erreicht hat, geht es ab jetzt Schleuse um Schleuse wieder hinunter. Die heutige Etappe führt über Dijon und Saint-Jean-de-Losne nach Dole. Das sind 115 km.
Hier bei dieser Schleuse in Saint-Jean-de-Losne ist das östliche Ende des Canal de Bourgogne.
Zwischen dem östlichen Ende des Canal de Bourgogne und dem westlichen Ende des Canal du Rhône au Rhin liegen etwa 4 km entlang der Saône.
Bei dieser Schleuse in Saint-Symphorien-sur-Saône beginnt der Canal du Rhône au Rhin
Am Canal du Rhône au Rhin
Stadt Dole mit Notre-Dame, Canal du Rhône au Rhin und Bootsvermieter Nicols
Im Hotel du Voyageur (unmittelbar beim Bahnhof Dole) werden wir heute übernachten.
Eigentlich wäre geplant, entlang des Canal du Rhône au Rhin bis an sein östliches Ende in Niffer und dann noch dem Rhein entlang bis nach Basel zu fahren. Leider ist für morgen eine Kaltfront prognostiziert, die in den nächsten Tagen für Kälte, Regen und morgen auch für starke Windböen sorgen wird. Wir entschliessen uns deshalb, die Tour zu unterbrechen, morgen mit der Bahn heimzufahren und die Tour zu einem späteren Zeitpunkt hier in Dole fortzusetzen.
Mit dem Hôtel du Voyageur sind wir sehr zufrieden. Die Zimmer und das Essen sind sehr gut und der Preis ist äusserst moderat.
Da unser Zug erst am späten Vormittag fährt, machen wir mit dem Velo noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Dole.
Notre-Dame de Dole
Die Passage durch diese Füssgänger-Schleuse erweist sich als Herausforderung mit dem volbepackten E-Bike. Wir hätten trotz Sacochen besser den Velo-Bypass (rechts) benützt. Wenn man das Velo am Gepäckträger etwas anhebt, geht das recht gut.
Die Rückfahrt mit der Bahn wickelt sich problemlos ab. Die Züge fahren pünktlich und es ist ausreichend Platz für uns und für die Velos vorhanden.
In Belfort nehmen wir noch eine kleine Mahlzeit in einem Strassencafé nahe beim Bahnhof zu uns. Erst ist es noch kurz sonnig. Dann kommen schwarze Wolken mit Wind auf. Als ein Mini-Tornado gezielt Annette's Pommes-Frittes aufsaugt und entführt (meine bleiben unbehelligt), brechen wir auf und eilen zum Bahnhof.
Am Bahnhof in Belfort erhalten wir die Bestätigung, dass unser Entscheid, die Tour zu unterbrechen, richtig war.
Nach einer Tour-Pause von genau drei Monaten, diesmal in den Sommerferien, ist die Wetterprognose für eine ganze Woche sehr vielversprechend. Es wird sonnig und warm mit leichtem Westwind. Das ist der ideale Zeitpunkt um die unterbrochene Tour fortzusetzen.
Weil es uns im Hôtel du Voyageur in Dole so gut gefallen hat, reisen wir am Nachmittag mit der Bahn nach Dole und beginnen die Tour mit einer weiteren Hotel-Übernachtung im du Voyageur.
Zum zweiten Mal im Hotel du Voyageur in Dole.
Wir fahren wie geplant mit dem Velo von Dole nach Besançon. Die Strecke ist wunderbar und das Wetter perfekt, nicht zu warm und nicht zu kalt. Wenn man die Fahrt um die Altstadt von Besançon, die wir nach der Ankunft im IBIS La City Hotel machen, mit einrechnet, sind es heute 69 km.
Zum Nachtessen fahren wir mit dem Velo in die Stadt. Es wird ein gemütlicher Abend an der Grande Rue vor dem Resturant L'Alsacien.
Rochefort-sur-Nenon
Ausgangs Rochefort-sur-Nenon
Tunnel La Thoraise, Süd-West-Seite
Tunnel La Thoraise, Nord-Ost-Seite
Tunnel La Thoraise, Nord-Ost-Seite
Besançon West-Seite mit Citadelle
Unser Hotel (IBIS La City) für diese Nacht
Tunnel unter der Citadelle
Nachtessen in Besançon an der Grande Rue beim Place da la Révolution
Weil wir heute eine grössere Etappe vorhaben und weil es ein sehr warmer Tag wird, fahren wir etwas früher ab als sonst. Kurz nachdem wir wieder durch den Tunnel unter der Citadelle durchgefahren sind (diesmal in der anderen Richtung als gestern bei der Stadtrundfahrt) haben wir einen eindrücklichen Blick auf die Citadelle von der Ost-Seite.
Baume-les-Dames, Clerval und L'Isle-sur-le-Doubs sind die markanteren Orte an unserer Strecke. Wir beehren natürlich alle drei mit einem Besuch in einem Restaurant oder Café.
Wir kommen Mitte Nachmittag in Montbéliard an und fahren am Ende der heutigen Etappe nach 98 km direkt zu unserem Hotel "de la Balance".
Citadelle Besançon von der Ost-Seite.
Schöner und gemütlicher Rastplatz zwischen Clerval und L'Isle-sur-le-Doubs
Als wir gegen Abend mit dem Velo zum Nachtessen in die Stadt fahren wollen, fährt Annette zügig über einen Trottoir-Rand auf die Strasse hinunter. Dadurch gibt es einen Schlag, der dem Elektro-Antrieb scheinbar gar nicht gefällt. Jedenfalls verweigert dieser seinen Dienst ab diesem Moment und Annette muss die Fahrt in die Stadt bei grosser Hitze ohne Elektro-Unterstützung bewältigen. In einem Café und auch nachher beim Nachtessen in einer Pizzeria hirnen und googeln wir über mögliche Gründe für das Problem. Wir kommen zum Schluss, dass die elektrische Verbindung zwischen dem Akku und der Steuerung unterbrochen sein muss. Wir realisieren, dass dies den vorzeitigen Abbruch und die Rückreise mit der Bahn zur Folge hätte, wenn wir den Antrieb nicht wieder zum Laufen bringen.
Trotz des Malheurs geniessen wir die feine Pizza in einer Gartenwirtschaft und fahren dann - Annette immer noch ohne Unterstützung - ins Hotel zurück. Dort beschliessen wir, den Sockel für den Akku mal zu öffnen, mit der leisen Hoffnung der Ursache des Übels zu begegnen. Wir finden zwar nichts, aber wir wackeln etwas am elektrischen Kabel und setzen den Akku nochmals ein und siehe da: Der Antrieb funktioniert wieder.
Aber bekanntlich kommt ja ein Unglück selten allein. Fast auf die Sekunde gleichzeitig mit dem Wieder-Einsetzen der Elektro-Unterstützung zischt es und die Luft am Vorderrad ist raus. Nun müssen wir halt auch noch den Schlauch am Vorderrad ersetzen. So haben wir doch wenigstens das Flickzeug nicht umsonst mitgeschleppt!
Velo-Reparatur im Innenhof des Hotels de la Balance
Auch heute fahren wir früh ab. Falls Annette's Antrieb durchhält, wollen wir heute via Mulhouse nach Basel. Für den Fall dass er wieder aussteigt, haben wir die Möglichkeit in Dannemarie, Illfurth, Zillisheim oder Mulhouse vorzeitig abzubrechen und mit dem Zug nach Basel zu reisen.
Aber der Antrieb hält durch. Wir folgen weiterhin dem Canal du Rhône au Rhin. In Mulhouse machen wir einen Abstecher ins Stadtzentrum um etwas zu essen.
Mittagessen im Zentrum von Mulhouse
Ab Mulhouse bis zu seinem östlichen Ende in Niffer wird der Canal du Rhône au Rhin breiter und es können auf diesem Teilstück auch grössere Schiffe verkehren. Der Radweg ist hier auch breiter und besonders schön angelegt.
Letzte Schleuse am östliches Ende des Canal du Rhône au Rhin bei Niffer
Etwa Mitte Nachmittag treffen wir in Basel ein und fahren dann (wie geplant) mit dem Zug nach Hause. Damit ist unsere Velotour Migennes - Basel beendet. Wir hatten viel Spass und es bleiben schöne Erinnerungen.
© 2009-2019 Röbi Sturzenegger